Kapitalstrategie zur Finanziellen Unabhängigkeit




Die beste Kapitalstrategie die wohl jemals veröffentlicht und in die Praxis umgesetzt wurde, findet sich in dem Buch "The Way of Wealth" (Der Weg zum Reichtum) von Benjamin Franklin. Seine darin aufgestellten Regeln haben auch heute (oder gerade heute) noch ihre Gültigkeit und wurden in 13 verschiedene Abschnitte unterteilt:

Regel Nr. 1: Reichtum entsteht nicht durch hohe Einkünfte, sondern aus dem Unterschied zwischen Einnahmen und Ausgaben. Egal was Sie zur Zeit tun, lernen Sie, nicht auf die Höhe Ihres Einkommens, sondern auf jenen Betrag zu achten, den Sie pro Monat übrigbehalten. Machen Sie dafür einen Spar-/ Anlagevertrag.

Regel Nr. 2: Die Kunst, Reichtum zu erwerben, beruht vor allem auf Sparsamkeit. Diese Eigenschaft ist erlernbar. Heben Sie sich von Leuten ab, die glauben das Erworbene mit vollen Händen für unnütze Dinge ausgeben zu müssen. Eine weise Sparsamkeit hat nichts mit Geiz zu tun.

Regel Nr. 3: "Mit Maulwurfshügeln fängt es an", überschreibt Franklin den dritten Punkt seines Finanzplans. Zuerst kleine Beträge häufen sich an und arbeiten bald für sich selbst. Am besten hilft ein Dauerauftrag, durch den monatlich ein nach und nach höherer Betrag fest angelegt wird, bevor Sie ihn in die Hände bekommen.

Regel Nr. 4: Machen Sie Dampf hinter Ihre Geschäfte! Die nur pflichtgemäße Ausübung eines Berufes bringt keine besonderen Erträge. Erst der hundertprozentige Einsatz, das Aufgehen darin, ermöglicht Ihnen daraus viel Geld zu verdienen und immer neue Möglichkeiten der Erfolgsentwicklung zu sehen.

Regel Nr. 5: Ein Kamin ist leichter unter Dampf zu halten, als zwei. Die meisten Millionäre machten ihren Reichtum durch Konzentration auf ein Gebiet. Viel Geld macht man, wenn der einmal gewählte Job dann zum Kamin wird, unter dem das Feuer der Energie nie erlöscht. Sollte das in Ihrem gegenwärtigen Beruf nicht möglich sein, suchen Sie einen - möglichst selbständigen - Job, der Ihren Neigungen und Fähigkeiten entspricht, und stecken Sie dort Ihren ganzen Einsatz hinein.

Regel Nr. 6: Graben Sie tiefer als die anderen. Manch ein Schatzgräber hat dort Reichtümer gefunden, wo andere resigniert aufgehört haben, weil er tiefer, intensiver gegraben hat. Ohne Ausdauer lassen sich keine Erfolge erzielen. Wer mehr besitzen will als andere, muß mehr leisten, mehr versuchen und wagen als andere.

Regel Nr. 7: Das Auge des Meisters leistet mehr als seine Hände. Auch der Fleißigste kann von der Arbeit seiner Hände nicht reich werden. Geld wird in erster Linie im Kopf verdient, im Gehirn, das darüber nachdenkt, wie man seine Arbeitskraft mit Hilfe von Menschen und Maschinen Vervielfacht.

Regel Nr. 8: Lächeln braucht jedes Geschäft. Da die Brieftasche naher am Herzen sitzt als am Kopf, ist ein Lächeln für die Umsatzgestaltung noch wichtiger als berufliches Können. Viele verdienen nur deshalb mehr, weil sie es verstehen mit Menschen umzugehen und sie zu beeindrucken. Behandeln Sie Jedermann so, als wäre es Ihr eigener Chef.

Regel Nr. 9: Werden Sie Herr über anderer Leute Geld. Wer Kredite pünktlich zurückzahlt, kann immer wieder etwas leihen. Wer Rechnungen zögernd, erst nach mehrmaligem Mahnen bezahlt, schadet sich nur selbst. Wer jedoch als pünktlicher Zahler bekannt ist, kann bei Banken und Lieferanten über nahezu jeden vernünftigen Betrag verfügen. Wer einmal unredlich ist, bekommt keine zweite Chance.

Regel Nr. 10: Verdienen heißt dienen. Jeder Verdienst bedingt eine für andere nützliche Gegenleistung. Das ist die Grundlage für Kauf und Verkauf, Handel und Wandel. Je größer eine Dienstleistung, desto höher der Verdienst. Egoisten, die nur in die eigene Tasche wirtschaften wollen, müssen scheitern, selbst wenn sie eine kurze Zeit Nutznießer sein sollten.

Regel Nr. 11: Geld mu8 arbeiten. Weil eine Bank Ihr deponiertes Geld an private oder kommerzielle Kreditnehmer verleihen kann, zahlt sie Ihnen Zinsen, die Ihr Kapital ohne Ihr Dazutun vermehren. So entsteht aus vorhandenem Geld neues. Franklin sagt: ,Wo Tauben sind, fliegen Tauben hin. Wo Geld ist, sammelt sich Geld an.". Das Geld, das Sie durch Zinsen erwerben, brauchen Sie nicht mehr mit anderer Arbeit verdienen.

Regel Nr. 12: Kalkulieren Sie ein Risiko mit ein. Wirklich "großes Geld" kann man nicht ohne Risiko verdienen. Manchmal bringen Investitionen in kleine aufstrebende Firmen nach deren Aufstieg beste Erfolge. Der Ankauf von Wertpapieren kann zu größeren Gewinnen führen. Dafür ist jedoch eine große Sorgfalt und das Kundigmachen im Börsengeschäft erforderlich. Franklin sagt hierzu: "Niemand kann Geld verdienen, wenn er kein Geld einsetzt. Wer viel gewinnen will, muß auch ein hohes Risiko eingehen.". Dennoch muß das Risiko überschaubar sein und sollte kein Glücksspiel werden. Ein eventueller Verlust darf nicht den wirtschaftlichen Ruin nach sich ziehen. Erste Gehversuche macht man am besten mit festverzinslichen Papieren, Inhaber-Schuldverschreibungen der Banken, Bundesschatzbriefen oder ähnlichen noch überschaubaren Anlagen.

Regel Nr. 13: Fahrplan für Millionäre. Trotz Wirtschaftskrisen und Firmenpleiten nimmt die Zahl der Millionäre weltweit zu. Die meisten dieser Großverdiener schufen ihr Vermägen innerhalb weniger Jahre aus kleinstem Anfangskapital mit Hilfe des Gesetzes der Verdoppelung. Nach Franklin geht es dabei darum, nach einem bestimmten Zeitplan sich für jedes Jahr das Ziel zu setzen, sein Kapital vom Vorjahr zu verdoppeln. Nachfolgendes Beispiel soll das belegen:

Startkapital (Ersparnisse) 500,- €
1. Jahr 1.000,- €
2. Jahr 2.000,- €
3. Jahr 4.000,- €
4. Jahr 8.000,- €
5. Jahr 16.000,- €
6. Jahr 32.000,- €
7. Jahr 64.000,- €
8. Jahr 128.000,- €
9. Jahr 256.000,- €
10. Jahr 512.000,- €


Nach dieser scheinbaren ,Milchmädchenrechnung" haben die erfolgreichsten Leute innerhalb von durchschnittlich 10 Jahren (manche brauchten dafür weniger, manche etwas länger) ihre erste Million gemacht.

Wenn Sie das gleiche Ziel erreichen wollen, müssen Sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

Sie müssen die Sache akzeptieren und für durchsetzbar ansehen. Wenn Sie im Inneren an der Durchführbarkeit zweifeln oder gar darüber lachen, werden Sie die finanzielle Unabhängigkeit mit Sicherheit nicht erreichen. Schalten Sie sich dagegen auf ,Empfang" und bejahen die positive Entwicklung, setzen Sie bereits wie ein unsichtbarer Feinstoffmagnet die Dinge in Bewegung, bzw. ziehen die dafür erforderlichen Mittel und Bedingungen an.
Machen Sie eine Aufstellung aller laufenden und zu erwartenden Kosten und Ausgaben für Miete, Unterhalt, Kleidung, Beruf etc.. Vergleichen Sie diesen Betrag mit Ihren derzeitigen Einnahmen und fragen Sie sich, wo eventuell Kürzungen zugunsten von Sparvorhaben angesetzt werden können. Um das o. a. Finanzziel zu erreichen, müssen Sie eine durchschnittliche Kapitalerhöhung von 10% pro Monat erreichen.
Suchen Sie sich eine Nebenbeschäftigung oder einen besser bezahlten Job. Noch besser: Machen Sie sich auf einem erfolgversprechenden Berufsgebiet selbständig. Gut verdienende Leute gibt es in allen Berufssparten, aber die wirkliche Spitze erreicht man nur als Selbständiger, der seinen Weg allein bestimmen kann und nicht von irgendwelchen Vorgesetzten abhängig ist.
Beginnen Sie selbstkritisch aus begangenen Fehlern zu lernen und sie in Nutzen umzuwandeln. Nach durchgeführten Befragungen lehnen es 99 Prozent aller Menschen ab, an sich selbst Kritik zu üben. Das ist der Hauptgrund, da8 diese 99 Prozent dazu verurteilt bleiben, in bescheidenen Verhältnissen weiter zu leben. Selbstkritik ist der erste Schritt zur Verbesserung.
Sie müssen lernen im Gedanken Ihre Erfolge vorwegzunehmen und anhand der bereits erreichten Teilziele immer zuversichtlicher zu werden. Schreiben Sie auf, was Sie für ein Monats- oder Jahresziel haben und lesen Sie sich mehrmals am Tage durch, was Sie erreichen wollen. Dadurch wird Ihr ganzes Wesen auf die kommende, positive Entwicklung vorbereitet. Setzen Sie Ihr Unterbewu8tsein ein, das Ihnen durch neue Ideen, Anregungen und Kontakte zu anderen Menschen zur Erlangung Ihrer jeweiligen Ziele verhilft.
Irgendwann kommt der Punkt, wo die Kapitalverdoppelung mit herkömmlichen Mitteln und Finanzerträgen aus normaler Arbeit nicht mehr erreichbar scheint. Dann muß ihr Geld vermehrt für Sie arbeiten. Wenn Sie dann im dritten oder vierten Jahr nach Start Ihrer Kapitalentwicklung etwa 5.000 € erspart haben und dafür ca. 8% Zinsen (=400 €) erreichen, werden daraus bei Wiederanlage zu den gleichen Bedingungen bald 500 oder 1.000 € und mehr, die Sie nicht erst durch Sparen aufbringen müssen.

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